Gute Aussichten für Auslandsinvestitionen

Deutsche Unternehmen sind weiterhin optimistisch, wenn es um Investitionen im Ausland geht. Gerade die asiatischen Märkte sind erfolgversprechend, wenn es um deutsche Produkte geht, aber auch Südamerika ist ein aufstrebender Kontinent. Der Handelskrieg mit den USA könnte deutsche Unternehmen, vor allem die Automobilbranche zwingen, noch mehr Produktionsstätten in den USA zu bauen als sie ohnehin schon haben.

Die Industrie- und Handelskammer hatte 5.200 Unternehmen befragt, die im Ausland investieren und Auslandgeschäfte betreiben, wie ihre Investitionsabsichten sind. 36 Prozent hatten geantwortet, sie wollten in 2018 mehr investieren als noch im Jahr 2017. Es wird damit gerechnet, dass dies zu weltweit 200.000 Arbeitsplätzen führen könnte. Insgesamt sind weltweit 7.6 Millionen Arbeitskräfte mit deutschen Investitionen in Lohnarbeit.

Pro Jahr 60.000 neue Jobs im Inland

Dabei müssen die heimischen Investitionen nicht leiden, auch hier zu Lande wird nach wie vor investiert. Man rechnet mit 80.000 neuen Stellen in Deutschland allein in der Industrie und insgesamt einem Stellenwachstum von 600.000 neuen Jobs.

Ein großer Markt ist für deutsche Unternehmen nach wie vor Europa. Hier wird kräftig investiert, zum einen um nahe am Markt zu sein, zum anderen aber auch wegen der Rechtssicherheit und dem hohen Ausbildungsstand der Mitarbeiter. In China wird vor allem aus strategischen Gründen gebaut: Zwar könnte man auch in Deutschland produzieren und dann exportieren, aber man will Handelskriege und hohe Zölle vermeiden. Viele der aufstrebenden Wirtschaft verlange heute von ausländischen Firmen, dass Teile der Produktion im Land erfolgen, um nicht nur Konsument zu sein sondern auch Arbeitspläne zu bekommen.

Eines der großen Probleme für deutsche Unternehmen die im Ausland produzieren ist qualifizierte Mitarbeiter zu finden, denn gerade im Bereich Automobilbau und Maschinenbau sind viele Länder nicht auf dem gleichen Wissensstand wie in Europa.

Der hohe Investitionsanreiz rückt auch den oft kritisierten Leistungsbilanzüberschuss in ein anderes Licht: Deutschland exportiert nicht nur Produkte, sondern schafft in den jeweiligen Ländern auch viele Arbeitsplätze und damit auch höhere Einkommen.