Die Nummer 3 der Forschungseinrichtungen

Die Helmholtz-Gemeinschaft ist neben der DFG und der Fraunhofer Gesellschaft die drittgrößte Forschungsgruppe in Deutschland. Ihr Ziel ist die Lebensgrundlagen der Menschen zu erhalten und zu verbessern und langfristige Forschungsziele des Staats und der Gesellschaft zu verfolgen.

Die Helmholtz-Gemeinschaft besteht aus 18 Forschungseinrichtungen in denen insgesamt 39.000 Mitarbeiter tätig sind. Mit einem Budget von 4.5 Millionen Euro ist sie, was den Haushalt angeht, sogar die größte deutsche Forschungseinrichtung.

Gegründet wurde die Gemeinschaft erst vor 20 Jahren. Namensgeber ist Hermann von Helmholtz, der ein großer Naturforscher im 19. Jahrhundert war und einer der wenigen Universalgelehrten. Er versuchte Physik, Chemie und Medizin miteinander zu verbinden. Er gründete die Physikalisch-Technische Reichsanstalt, eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung und damit eine der Vorläufer der Helmholtz-Zentren.

Vor der eigentlichen Gründung hatte es bereits eine lose Zusammenarbeit vieler Forschungseinrichtungen gegeben. Es waren vor allem solche, die sich mit der Sicherheit der Kernreaktoren beschäftigten und eine Arbeitsgemeinschaft gründeten, um diese Fragen gemeinsam zu besprechen. Bald ging es aber um mehr: strategische Forschungsausrichtungen, Besoldungen, Patente sind nur einige Themen die diese miteinander diskutierten.

Gründung in 1990

Die deutsche Wiedervereinigung hatte einen großen Einfluss auf die Gründung der Helmholtz-Gemeinschaft, denn 1990 wurde die Arbeitsgemeinschaft auch auf die neuen Bundesländer ausgedehnt und es wurde bald klar, dass man eine bessere Struktur und Organisation brauchte.

Der Forschungsbereich der einzelnen Institute ist breit. Forschungsthemen sind:

  • Energie
  • Erde und Umwelt
  • Gesundheit
  • Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr
  • Materie
  • Schlüsseltechnologien
  • Information und Data Science
  • Open Science

Die Finanzierung der Forschung erfolgt zu zwei Dritteln aus der öffentlichen Hand. Etwa 30 Prozent werden aus Drittmitteln finanziert, welche die einzelen Institute vor allem aus der Wirtschaft für Forschungsaufträge erhalten. Jährlich meldet die Gemeinschaft ewta 400 Patente an, außerdem gibt es etwa 1400 Lizenvereinbarungen, die etwa 14 Millionen Euro in die Kassen der Wissenschaftsorgansation spülen.

Gemeinsam mit der Bundesregierung hat die Helmholtz-Gemeinschaft auch eine Flüchtlingsinitiative gegründet. Bei dieser werden Flüchtlingen wissenschaftliche Arbeitsplätze angeboten.