Die Deutsche Bank

Eine der größten Finanzinstitutionen in Deutschland ist die Deutsche Bank. Sie hat ihren Hauptsitz in Frankfurt, ist einer der wichtigsten Werte im Deutschen Aktienindex und bestimmt zu einem großen Teil auch das deutsche Finanzwesen. Mit einer Bilanzsumme von 1450 Milliarden Euro ist sie das umsatzstärkste Finanzinstitut Deutschlands. Sie hat fast 100.000 Mitarbeiter, die auf ihre Büros weltweiit verteilt sind. Einige der wichtigsten Auslandniederlassungen sind in London, New York, Sydney, Hongkong und Singapur.

Die Marke DWS Investments ist ein wichtiges Standbein des Geschäfts, damit hat die Bank einen Marktanteil von etwa 6 Prozent bei den Publikumsfonds. Als Investmentbank versucht die Bank vor allem in Handel mit Aktien und Fonds erfolgreich zu sein, aber auch mit einem Aktiengang eines Unternehmens und Emissionen von Aktien im Allgemeinen.

Das Unternehmen wurde bereits 1870 in Berlin gegründet, das die Hauptstadt des Kaiserreichs war. Verantwortlich kann man Adelbert Dellbrück machen, der damals einige andere Banker davon überzeugte, eine Großbank zu gründen. Diese sollte vor allem in den Kreditgeschäften des überseeischen Handels aktiv sind.

Die Bank wuchs durch geschickte Übernahmen und Aufkäufe schnell zu einer Großbank heran. In der Nazizeit gab es wohl Kooperationenen mit den Machthabern, aber die Bank durfte nach dem Krieg weiterarbeiten. Wichtige Akquisitionen waren der Kauf von Sal. Oppenheim und die Mehrheit an der Deutschen Postbank.

Die Auslandsbüros haben nicht nur mit regionalen Märkten zu tun sondern auch besondere Aufgaben. So sind die Niederlassungen in New York und London vor alle mit Investment Banking beschäftigt. Dieses ist wiederum unterteilt in institutionelle Anleger und das Firmen- sowie Privatkundengeschäft.

Zu den berühmten Vorstandsvorsitzenden und Sprecher der Deutschen Bank gehöre Herrmann Josef Abs, der die Bank vor allem nach dem Krieg wieder auf die Spur brachte und Alfred Herrhausen, der 1989 von der Terrorganisation RAF bei einem Bombenattentat in Bad Homburg getötet wurde. Nicht unumstritten war, das Vorstandschef Josef Ackermann, der von 1996 bis 2012 an der Spitze stand und vor allem den Internationalisierung der Bank vorangetrieben hat.