Der Kommunikationsriese: Deutsche Telekom

Lange Zeit hat man der Telekom nachgesagt, im Herzen immer noch ein Staatskonzern zu sein, trotz der Privatisierung. Nach wie vor gehören der öffentlichen Hand über 30 Prozent des Unternehmens (ein Teil durch die KfW), aber der Staatseinfluss ist längst zurückgedrängt. Gerade mit der massiven Expansion in die USA konnte die Telekom zeigen, dass sie nun ein globaler Player ist und die Tage der Deutschen Bundespost gezählt waren.

Der Sitz des Unternehmens ist nach wie vor in Bonn, allerdings gibt es viele Niederlassungen, gerade der Unterfirmen, sowohl in Deutschland als auch weltweit. Gegründet wurde das Unternehmen 1995, und man holte den Manager Ron Sommer an Bord, der das Unternehmen auch an die Börse brachte. Eine der großen Herausforderungen war der Verlauf des Breitbandkabelnetz, der aus Monopolgründen erfolgen musste. Ron Sommer stellte das Unternehmen auf vier Säulen: T-Com, T-Mobile, T-Systems und T-Online. Während die T-Com das klassische Festnetz verwaltete, waren T-Mobile für das mobile Netzt zuständig, T-Systems für Kommunikationsanlagen, und T-Online für die Internetzugänge.

Sparkurs und Glück in den USA

Sommers Nachfolger Kai-Uwe Ricke leitete einen Sparkurs ein und einen damit verbundenen Stellenabbau von knapp 32.000 Mitarbeitern. Ricke fiel aber vor allem bei amerikanischen Aktionären in Ungnade und musste 2006 seinen Posten räumen. Nachfolger wurde René Obermann, der dann bis 2012 die Geschicke der Firma leitete. Er strukturierte das Unternehmen um, scheitere aber mit dem geplanten Verkauf von T-Mobile an At&T in den USA am Widerstand der Kartellbehörden.

Chef der Telekom ist jetzt Timotheus Höttges, der vorher Finanzvorstand war. Damit setzte man auch ein klares Zeichen in Richtung Sparkurs. Allerdings hat er jüngstens Unterstützung von der eins ungeliebten US-Tochter bekommen: Die ist jetzt so stark geworden, dass sie sogar den Konkurrenten Sprint übernehmen will. Heute ist T-Mobile in den USA so erfolgreich, dass es zu einem wichtigen Geldbringer für die gesamte Telekom geworden ist.